Koop LH Minden
Pressemitteilung „Leben in Minden“
3. Königs- und Pokalschießen der
Lebenshilfe
Erstmals beim Sommerfest des
Kooperationspartners
Minden (RE). Der
Schützenverein „Auf´s Blatt“ Hahlen hat zum dritten Mal ein Königsschießen und
Pokalwettkampf in der Inklusions-Kooperation mit der Lebenshilfe Minden
ausgerichtet. Anlässlich des eigenen „Sommerfestes“ waren auch die
gehandicapten Mitmenschen anwesend und ermittelten Ihren nun schon dritten
Schützenkönig und ihre Pokalsieger mit dem Lichtsportgerät.
Die Kooperation des Ausrichters mit der Sportgruppe der
Lebenshilfe (LH) erwuchs aus den ersten Kontakten währen des „Tag des Sports“
2022. Mit dem Lichtsport - „Gewehr“ können Anfänger und Beeinträchtigte völlig
gefahrlos den Schießsport symbolisch ausüben. Mittels ausgelöstem Lichtimpuls
auf ein elektronisches Ziel wird ein „Wertungsschuss“ simuliert und in ein
digitales Ergebnis umgewandelt und auf einem Laptop angezeigt.
Bisher haben alle Veranstaltungen im Mehrzweckraum der
Einrichtung der LH in der Alten Sandtrift stattgefunden. In diesem Jahr ging man
gemeinsam einen Schritt weiter im Inklusionsvorhaben mit der Integrierung in
das Ortsteil-(er)leben. Viele Besucher waren überrascht über die guten Leistungen
und das faire Miteinander. Es wurden erneut dadurch Vorurteile und
Berührungsängste auf beiden Seiten abgebaut.
Die Koordination des Visierens durch den Diopter und das Ringkorn
auf das Ziel mit abschließender taktiler Auslösung des Lichtimpulses und dabei
intuitiv im richtigen Moment die Entscheidungen zu treffen, fällt manchen Gesunden
schon schwer genug, wie ergeht es dem Menschen dann in einer Behinderung, die
physisch oder psychisch das Leben prägt? Viele Erklärungen und angepasste
individuelle Hilfen ermöglichten dann aber doch für jeden Teilnehmer ein
Endergebnis, welches abschließend große Würdigung in der Siegerehrung vor allen
anwesenden Besuchern erfuhr.
Im Pokalwettbewerb siegte mit zwei Fünfer-Serien und
insgesamt 96,8 Ring Kim. Platz zwei erreichte Miriam mit 73,2 Ring in der
Zehntelwertung. Dustin bekam die Bronze Ausführung für 72,0 Ring. 4. Tobias
61,6; 5. Andre´52,1 vor seinem Bruder Sam, der 18,0 Ring auf sich vereinte.
Kim verteidigte ihre Königswürde vom vergangenen Jahr mit
97,4 Ring, gefolgt von Vizekönig Andre´ mit 86,9 und Miriam (80,1). 4. Tobias
42,2; 5. Dustin 28,4 und 6. Sam 27,6.
Lars Gräber, als Sportabteilungsleiter der LH, kam extra aus
seinem Urlaub zu dieser Veranstaltung und danke den Beteiligten des
Schützenvereins Marita Makulski, Bianca Sebening und Rüdiger Eichhorn für das erbrachte
ehrenamtliche Engagement und vereinbarte den Biathlonwettbewerb für den
Spätherbst mit stilisierten Ski, Walking Sticks und der speziellen Lichtanlage,
dann wieder im Mehrzweckraum an der Alten Sandtrift.
Pressemitteilung
„Leben in Minden“
Inklusion
mit dem Lichtsportgerät
Kooperation
zwischen dem Schützenverein Hahlen und der Lebenshilfe
Minden (RE). Der Schützenverein
„Auf´s Blatt“ Hahlen ist seit mehr als zweieinhalb Jahren in Kooperation mit
der Lebenshilfe Minden. Gemäß den Vorgaben des Deutschen Olympischen
Sportbundes (DOSB) werden Inklusionsmöglichkeiten im Sport für Menschen mit
Beeinträchtigungen wahrgenommen. Begonnen hat alles mit dem 1. Schützenfest für
die Mitglieder Lebenshilfe-Sportgruppe nach dem Erst-kontakt anlässlich des
„Tag des Sportes“ 2022 im Weserstadion.
Die völlig gefahrlosen Lichtsportgeräte, die für die
Schüler- und Jugendarbeit der Sportschützen entwickelt wurden, bieten die beste
Möglichkeit auch gehandicapten Mitbürgern, den Umgang damit zu ermöglichen.
Nach der erfolgreichen Proklamation eines Königspaares folgten Wettbewerbe im
Biathlon und dem Ziel in der Darstellung einer Dartsscheibe. Lars Gräber,
Sportkoordinator der Lebenshilfe (LH) Minden hatte dafür den Mehrzweckraum der
Einrichtung an der Alten Sandtrift vorbereitet. Die Schützenschwestern Bianca
Sebening und Marita Makulski führten die Wertungslisten. Thomas Rohlfing, als
1. Vorsitzender des Schützenvereins, betreute das von der Firma Meyton
kostenlos zur Verfügung gestellte elektronische Equipment. Mit Hilfestellungen
und als Moderator fungierte Rüdiger Eichhorn.
In der Wiederholung des letztjährigen „Dartswettbewerb“
konnten alle Anwesende feststellten, wie sich die Ergebnisse, die erzielt
wurden, fortlaufend verbesserten. Die Abläufe des Auslösens des Lichtimpulses
auf das symbolisierte Ziel wurden darüber hinaus individuell angepasst. Nicht
jeder Teilnehmer ist kognitiv oder physisch in der Lage einen Augenkontakt mit der
Zielvorrichtung (Diopter und Korn) zum Ziel und mit der parallel, sensiblen und
taktilen Auslösung des „Lichtschusses“ am Abzugszüngel zu koordinieren.
Letztendlich haben aber alle ihr Erfolgsergebnis nach der dreistündigen
Sportausübung gehabt. Die entsprechenden Hilfestellungen wurden auch von allen
akzeptiert. Darüber hinaus auch jeder Erfolg, nicht nur möglichen der
Dreifach-Punktezahlen, mit viel anerkennendem Beifall bedacht. Auch
disziplinierte persönlich Anfeuerungsrufe wurden gern entgegengenommen.
Zunächst wurde ein Probedurchgang zum Erlernen
durchgeführt, bis jeder zumindest fünf Ergebnisse auf dem Monitor der
elektronischen Trefferaufnahme wahrnehmen konnte. Es folgte eine Gruppendynamik
im Punktesammeln über jeweils drei Mal fünf Wertungen nach Losung in zwei
Teams. Die Mannschaft A dominierte mit Janina, Ashley, Simon und Thomas mit 540:417
Punkten.
Beim Runterzählen analog der Steel-Darts-Regeln (ohne Double-Out),
setzte sich Thomas vor Olaf, Uwe, Tim-Frederik, Miriam, Ashley, Janina und
Simon durch. Er hatte als einzigen komplett das Punktekonto abgeräumt. Zum
Abschluss wurden dann die Platzierungen in der weiteren
„Meisterschützen“-Konkurrenz ermittelt. Es mussten jeweils mit 5 ausgelösten
Impulsen zwei weitere Durchgänge absolviert werden. Die Goldmedaille gab es für
Thomas, der 205 Punkte sammelte. Rolli-Fahren Olaf bekam die silberne Medaille
für 123 Punkte überreicht und auf dem Bronze-Rang kam Uwe mit 80 Punkten.
Alle Beteiligten waren am Ende einig darüber, dass sich
vielfach schon ein Trainings-effekt einstellt im Umgang mit dem
Lichtsportgeräten der Schützen. Vielleicht er-wächst daraus mal ein Para-Schütze,
der an den dementsprechenden Meister-schaften der Sportschützen teilnehmen kann.
Die Fortsetzung des Projektes ist auf alle Fälle jetzt schon mit dem 3.
Königsschießen am 2. August terminiert; dann am Schützenhaus in Hahlen,
integriert in den eigenen vereinsinternen Wettkampf eingebunden. So wird die
Kooperation der „Auf´s Blatt“-Schützen mit der Lebenshilfe eine neue Ebene
erreichen, die Inklusion im Sport gegenüber den übrigen Mitgliedern im Ortsteil
Hahlen gelebt darzustellen.
Pressemitteilung
SV „Auf´s Blatt“ Hahlen
„Leben
in Minden“
Behindertengerechte
Toilette installiert
Weiterer
Schritt auf dem Weg zum Inklusionssport
Minden (RE). Der Schützenverein
„Auf´s Blatt“ Hahlen hat sich weiter auf den Weg der Aktion „Inklusion im
Sport“, ausgerufen durch den Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB), gemacht.
Jetzt kam das Projekt „Behinderten gerechte Toilettenanlage“ zum Abschluss. Im
Schützenhaus an der Königstraße 334, im Stadtteil Hahlen, fand nun die
„Schlüsselübergabe“, als weiterer Baustein in diesem innovativen Vorhaben statt.
Als Handwerksfachbetrieb aus der Nachbarschaft fungierte
dabei das ortsansässige Unternehmen Grote Energie- und Bäderzentrum
federführend. Aus diesem Grund übergab Rainer Grote, in seiner Funktion des
Geschäftsführers, nun die komplette Anlage an den 1. Vereinsvorsitzenden Thomas
Rohlfing. Zugegen war auch der Vorsitzende des städtischen Beirates für
Menschen mit Behinderungen, Eckhard Rüter. Den Kontakt hatte das Mitglied der
Schützenvereinigung, Horst Wolter, selbst Mitglied im Gremium der Menschen mit
Handicap, initiiert.
Thomas Rohlfing betonte bei dieser Gelegenheit, dass es
ohne die Förderung der LAG WeserLand dem Verein nicht möglich gewesen wäre,
diese Maßnahme finanziell alleine zu bewerkstelligen. Die lokale Aktionsgruppe
WeserLand hat sich eine nachhaltige und zukunftsorientierte Entwicklung im
ländlichen Raum zum Ziel gesetzt und vertritt dies u.a. auch für die Stadt
Minden. Hauptaufgabe des Vereins ist es die Umsetzung der in der regionalen
Entwicklungsstrategie aufgeführten Ziele voranzubringen. Diesen Kriterien
folgend, wurden von Seiten des SV Hahlen auf Antrag der Unterstützung
entsprochen. Der Hahler Schützenverein wird aber zudem die Mehrkosten, die im
Laufe der Baumaßnahmen, die nach der Fertigung des Kostenvoranschlages und
Antrags entstanden sind, allein auffangen müssen. Dies konnten auch die ehrenamtlichen
Eigenleistungen, die die Vereinsmitglieder im Vorhaben begleitend einbrachten,
nicht abfangen.
Die Maßnahmen zur Ertüchtigung des nahezu 35 Jahre alten
Schützenhauses hatte schon mit energetischen Sanierung 2019 begonnen und konnte
2023 mit Mittel der Auslobung „Moderne Sportstätte 2022“ durch das Land
Nordrhein-Westfalen weiter vorangebracht werden. Der Ausbau der Toilettenanlage
wurde damals aus der ursprünglichen Planung während des Ausbaus aber gestoppt.
Die Kosten hatten sich von der Beantragung der Fördermittel bis zur Vollendung doch
deutlich erhöht und sprengte seinerzeit das finanzielle Vereinsbudget deutlich.
Die Intention zur Herstellung des möglichen Zuganges zur
Sportstätte für Menschen mit Beeinträchtigungen resultiert auch aus der
Kooperation des Schützenvereins mit der Sportgruppe der Lebenshilfe (LH)
Minden. Diese hatte sich anlässlich des „Tag des Sports“ entwickelt und
beinhaltet, mit dem völlig gefahrlosen Lichtsportanlagen, diesen Mitmenschen
das sportliche Schießen zu vermitteln. Über ein „Schützenfest für die
LH-Mitglieder“, ein Zielen auf eine symbolische Dartscheibe bis hin zum
„Flachland-Biathlon“ reichen inzwischen die Aktivitäten. Erstmals konnte das
diesjährige Königs- und Pokalschießen für diese Bevölkerungsgruppe in das
Sommerfest am Vereinsdomizil eingebunden werden. Für diese Aktivitäten erhielt
der Schützenverein 2023 einen einmaligen Förderpreis in der von den Raiffeisen-
und Volksbanken in Kooperation mit dem DOSB ausgeschriebenen Aktion „Sterne des
Sports“.
Auch für die Zukunft steht noch ein weiterer Schritt auf
der Agenda des 100 Mitglieder umfassenden Sportschützenvereins. Ein weiterer
Zugang zum eigentlichen Schießstand soll durch eine weitere Außentür barrierefrei
ermöglicht werden. Diese muss allerdings neusten gefahrabwendenden Maßgaben
entsprechen und sicherheitstechnisch auf sehr hohem Niveau stehen. Eine
Herausforderung für den Vereinsvorstand, der schon aktuell nach
Förderungsmöglichkeiten sucht.
Eckhard Rüter versprach in diesem Zusammenhang bei der
nächsten Sitzung im Beirat dieses Unterfangen lobend zu erwähnen. Dabei war er
zudem sehr begeistert von der Sportanlage mit elektronischer Trefferaufnahme an
6 Schützenständen und der Möglichkeit mit stilisiertem Gewehr- und
Pistolen-Lichtsportanlagen Angebote für Behinderte neben der Schüler- und
Jugendarbeit bieten zu können.


